Bewegungsharmonie

Grundlagen für die komplexen Bewegungsformen bilden Basisübungen. Das sind spezielle Stehübungen, die sogenannten Säulen. Es folgen Schritte und Armbewegungen und ihr harmonisches Zusammenspiel. Die Bewegung beginnt in den Füßen und dreht sich über Hüfte und Wirbelsäule bis in Schulter, Arme und Hände. Die Mitte bildet ein Energiezentrum/Schwerkraftzentrum unterhalb des Bauchnabels, namens Dan Tian.

Nach dem Erlernen von Kampfkunstchoreografien werden sie nach und nach mit Atem gefüllt. Dann folgen Kraft, Rhythmus und Ausdruck.

„Wenn Körper und Geist sich in Harmonie vereinen,
kann die Seele sich frei entfalten.“

Die Bewegungsformen mit und ohne Waffe vereinen kämpferische und spielerisch-tänzerische Elemente zu einer kraftvollen und anmutigen Ästhetik.
Hemmungen, Gefühle zum Ausdruck zu bringen, können durch das regelmäßige Praktizieren abgebaut werden.

“Xiao Yao Zhang” in Wudang

Meditation

Die chinesischen Kampfkünste sind von der daoistischen und der buddhistischen Philosophie geprägt. Meditation gehört zur formalen Praxis dieser Weltanschauung. Dabei wird der Geist erforscht und geschult, soll sich beruhigen und sammeln lernen. Übungen werden achtsam und konzentriert ausgeführt. Die Atmosphäre ist ruhig und unaufgeregt. Rituale zu Beginn und am Ende des Trainings und zur Begrüßung und Verabschiedung des Trainingspartners oder der -partnerin unterstützen diese Haltung.

Den Geist trainieren, heißt Achtsamkeit üben,
heißt die Dinge so zu sehen,
wie sie wirklich sind.

 

Pushhands und Meditation

„Bist du in Bewegung, sei wie das Wasser des Stroms.
Stehst du still, werde zum Berg.“

 

Gesundheit/Physiotherapie

Metaanalysen belegen gesundheitliche und sportliche Wirkungen der regelmäßigen Taijiquan- Praxis, die da wären:

  • Steigerung von Fitness und Stabilität des Herz-Kreislaufsystems, z.B. Blutdruckregulierung
  • Verbesserung der Atemfunktion z.B. bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen
  • Stärkung des autonomen Nervensystems
  • Positiver Einfluss auf Körperwahrnehmung, -koordination und Gleichgewichtssinn
  • Verbesserung der psychischen Stabilität und des allgemeinen Wohlbefindens
  • Positive Effekte bei Schlafstörungen, bei Arthritis, Parkinson und Fibromyalgie
  • Verbessertes Selbstvertrauen und Wohlbefinden nach Krebs
  • Verlangsamung des Alterungsprozesses
  • Stressreduktion
  • Verbesserung des Konzentrationsvermögens und der kognitiven Kontrolle

Taijiquan, als traditionelles System der Gesundheitspflege, hält auch wissenschaftlichen Untersuchungen stand und bietet ein effektives Training für fast jede Lebensphase und Lebenslage.

Kontaktübungen

Training im Kontakt mit anderen Übenden schult das Feingefühl, den Umgang mit Nähe und die Körpersprache. Dabei sind gegenseitige Unterstützung und Respekt eine gewünschte Haltung.

Miteinander Spaß haben

Gemeinsames Üben in einer Gruppe
stärkt die Disziplin und macht Freude.